Pressemitteilung, 15.11.2022

Bayerische Delegationsreise in den Oman: Enge Zusammenarbeit im Bereich grüner Wasserstoff geplant

MASKAT, NIMR / OMAN – Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Roland Weigert (StMWi) reiste vom 9. bis 14. November mit einer 29-köpfigen bayerischen Delegation aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in den Oman, um mit hochrangigen Regierungsvertreter:innen und relevanten Wasserstoff-Akteuren zu sprechen. Bayern und das Sultanat Oman wollen ihre wirtschaftlichen und energiepolitischen Beziehungen verstärken und insbesondere im Bereich grüner Wasserstoff eng zusammenarbeiten. Wirtschafts-Staatssekretär Roland Weigert zieht ein positives Fazit nach der wirtschafts- und energiepolitischen Delegationsreise: “Bayern ist ein starker Partner für die Wasserstoffpläne des Oman. Gemeinsam wollen wir eine langfristige Partnerschaft aufbauen.” H2.B-Geschäftsführer Dr. Fabian Pfaffenberger: „Der Oman hat sowohl Exportpotentiale für High-Tech aus Bayern, als auch Importpotenziale von Wasserstoff nach Bayern. Es gibt also eine sehr gute Grundlage für eine strategische Zusammenarbeit im Kontext der jüngst eingeleiteten Energiewende im Oman.“

In Maskat empfingen hochrangige Vertreter die bayerische Delegation zu energie- und wirtschaftspolitischen Gesprächen im Bereich Wasserstoff und Umwelttechnik, Dr. Firas Al Abduwani (Geschäftsführer des staatlichen Wasserstoffkonzerns Hydrom) und Nasser Al Wahaibi (Staatssekretär im Außenministerium). Darüber hinaus gab es informelle Gespräche mit Energieminister H.E. Salim Al Aufi und Handelsminister H.E. Qais Mohammed Al Yousef sowie zahlreiche Gespräche mit ausgewählten omanischen Vertretern von staatlichen Unternehmen und aus der Privatwirtschaft.
Ein Netzwerktreffen mit H.H. Sayyid Tarik Shabib Al Said (Schirmherr der Omani-German Friendship Association OGFA) und dem deutschen Botschafter im Oman, Thomas F. Schneider, stand ebenfalls auf dem Programm. In Nimr besichtigte die bayerische Delegation zudem die von der BAUER Resources GmbH aus Schrobenhausen gebaute größte kommerzielle Schilfkläranlage der Welt.

H2.B-Geschäftsführer Dr. Fabian Pfaffenberger: „Wir müssen nun verschiedene Hebel gleichzeitig umlegen: In dieser herausfordernden Zeit ist es wichtig, die grüne Transformation der innovations- und exportstarken bayerischen Wirtschaft zu unterstützen. Darüber hinaus müssen wir parallel zum dringend benötigten Hochlauf der inländischen Wasserstoffproduktion und dem Ausbau der notwendigen Infrastruktur bereits jetzt mit potenziellen Wasserstoff-Lieferanten für Bayern sprechen. Bei der Reise in den Oman haben wir daher sowohl die Exportpotentiale für ‚High-Tech Made in Bavaria‘ als auch Importpotenziale von Wasserstoff thematisiert und sehr gute und vielversprechende Gespräche mit der Wirtschaft und Politik im Oman geführt. Ziel sollte es sein, langfristige wirtschaftliche und technologische Beziehungen im Bereich der erneuerbaren Energie und Umwelttechnik aufzubauen.“

Die arabische Halbinsel bietet laut Weigert viele Chancen und Möglichkeiten: „Viele Staaten der arabischen Halbinsel brechen mit ambitionierten Plänen in die Wasserstoffzukunft auf und verfolgen das Ziel, führende Hersteller und weltweite Exporteure von Wasserstoff zu werden. Bayerische Unternehmen wiederum haben genau dafür die passenden technischen Lösungen und Produkte, beispielsweise für die Elektrolyse oder den Transport von Wasserstoff. Nachdem wir Anfang des Jahres bereits in Saudi-Arabien und in den Vereinigten Arabischen Emiraten bestehende Verbindungen vertieft haben, knüpfen wir jetzt weitere wertvolle Kontakte in die Region. Unser Besuch soll der Startschuss für eine enge Zusammenarbeit zwischen Bayern und dem Oman beim Thema grüner Wasserstoff sein.“

Dr. Pfaffenberger begrüßt den Zeitpunkt der Oman-Reise und zieht ein positives Fazit: „Der Oman hat kürzlich erst sehr ambitionierte Ziele für die Produktion und Nutzung von Wasserstoff und dessen Derivaten verkündet. Mit unserer bayerischen Delegation aus Politik, Wissenschaft und Forschung sind wir genau zur richtigen Zeit vor Ort gewesen, um einerseits bayerische Hochtechnologie und Expertise bei der Planung und Realisierung der Projekte im Sultanat einzubringen, andererseits möchten wir auch die Möglichkeiten von Wasserstoff-Importen nach Bayern ausloten. Im Oman gibt es viele Chancen für bayerische Unternehmen. Daher wurden wir unter anderem auch von zahlreichen bayerischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen begleitet, die ihre Technologien und ihr Know-how den omanischen Gesprächspartnern aus Politik und Wirtschaft präsentierten.“

In seiner „Vision 2040“ verfolgt der Oman ambitionierte Ziele und strebt an, den Anteil der Erneuerbaren Energien am Gesamtenergieverbrauch massiv zu erhöhen, da aktuell fossile Brennstoff-Exporte (Gas und Öl) eine sehr große Rolle spielen. Das Sultanat möchte seine Energiewirtschaft diversifizieren und setzt mit der neu entwickelten Wasserstoffstrategie nun verstärkt auf grünen Wasserstoff. Mehrere Wasserstoff- bzw. Ammoniak-Projekte befinden sich derzeit bereits in Planung.

Der bayerische Wirtschafts-Staatssekretär Weigert reiste in Begleitung von Unternehmensvertreter:innen aus Bayern, darunter zahlreiche Partner aus dem Wasserstoffbündnis Bayern, sowie mit den Landtagsabgeordneten Benjamin Adjei (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) und Johann Häusler (FREIE WÄHLER) im Oman. Aus der Wissenschaft nahmen u.a. Prof. Dr. Dr. H.C. Jürgen Lehmann (Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hof) und Prof. Dr. Gerhard Sextl (Leiter des Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung ISC in Würzburg) an der Reise teil. Das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) war mit Geschäftsführer Dr. Fabian Pfaffenberger ebenfalls Teil der bayerischen Delegation.

Bildquellen: StMWi/T. Assenbrunner

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