Pressemitteilung, 29. Mai 2020

Vorstellung der Bayerischen Wasserstoffstrategie und des Positionspapiers des Wasserstoffbündnis Bayern

  • Wirtschaftsminister Aiwanger präsentiert Bayerische Wasserstoffstrategie im Messezentrum Nürnberg
  • H2.B-Vorstände Prof. Grimm und Prof. Wasserscheid stellen das Positionspapier des Wasserstoffbündnis Bayern vor, das als Grundlage für die Entwicklung der Bayerischen Wasserstoffstrategie erarbeitet wurde
  • HYDROGEN DIALOGUE als neue Veranstaltung für die europäische Wasserstoffgemeinschaft am 18. November 2020 im MessezentrumNürnberg

Im Rahmen einer Pressekonferenz am Messezentrum Nürnberg präsentierte heute Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger die Bayerische Wasserstoffstrategie. Die beiden Vorstände des Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B), Prof. Dr. Veronika Grimm und Prof. Dr. Peter Wasserscheid stellten zudem das Positionspapier des Wasserstoffbündnis Bayern vor, das als Grundlage für die Bayerische Wasserstoffstrategie zusammen mit knapp 40 Partnern im Wasserstoffbündnis erarbeitet wurde, darunter Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie Vertreter von Verbänden und Kommunen.

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Positionspapier des Wasserstoffbündnis Bayern als Grundlage für Bayerische Wasserstoffstrategie

Die Bayerische Wasserstoffstrategie ist ein wichtiger Meilenstein in Bayern zum Erreichen der Energie- und Mobilitätswende. Gerade angesichts der weitreichenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie werden Wasserstofftechnologien auch eine wichtige Perspektive zur langfristigen wirtschaftlichen Stärkung geben. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger: „Wir wollen die weltweit führenden Wasserstofftechnologien entwickeln. Unsere künftigen Partner nutzen dann unsere Innovationen“.

„Wasserstofftechnologien sind ein Schlüssel für das Erreichen der Klimaziele, die umfassende Transformation des Energiesystems und auch der bayerischen Industrie“, so H2.B-Vorständin Prof. Dr. Veronika Grimm. „Um das große Potenzial für die Wertschöpfung heben zu können, müssen technologische Handlungsfelder von vielen Akteuren gemeinsam und gleichzeitig entwickelt werden und die energiepolitischen Rahmenbedingungen müssen stimmen. In den vergangenen Wochen wurden am H2.B die Perspektiven von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Kommunen im Wasserstoffbündnis Bayern gebündelt und Empfehlungen erarbeitet, die über ein Positionspapier in die bayerische Wasserstoffstrategie eingeflossen sind. Die Strategie wird ein wichtiger Baustein sein, um mit zukunftsweisenden Themen die Wirtschaft, die Forschungseinrichtungen und die Kommunen zu stärken. Dabei wird auch ein gutes Zusammenspiel mit Initiativen auf nationaler und europäischer Ebene entscheidend sein.“

Prof. Dr. Peter Wasserscheid verweist auf die gute Zusammenarbeit im Wasserstoffbündnis Bayern, das knapp 40 Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft sowie Verbände und Kommunen umfasst, und innerhalb kurzer Zeit ein gemeinsames Positionspapier zur bayerischen Wasserstoffwirtschaft erarbeitet hat. „Das Positionspapier ist das Ergebnis eines sehr ambitionierten, aber auch sehr erfolgreichen und konstruktiven Prozesses mit den fast 40 Partnern im Wasserstoffbündnis Bayern“, so Prof. Wasserscheid. „Die Wasserstoffwirtschaft der Zukunft basiert auf grünen und günstigen Wasserstoffquellen. Effiziente Logistikpfade für Wasserstoff sind notwendig, um diese Quellen mit hochwertigen Anwendungen im Mobilitäts- oder Industriebereich zu verknüpfen. Forschung und Rahmenbedingungen zu Wasserstofftechnologien haben sich in den letzten Jahren vor allem in Bayern dynamisch entwickelt. Jetzt gilt es, die Entwicklung weiter voranzutreiben und diese Technologien beschleunigt in praktische Anwendungen zu überführen. Die Bayerische Wasserstoffstrategie ist hierfür eine wichtige Grundlage.“

Bei der Veranstaltung, die aufgrund der Corona-Pandemie mit einem strikt begrenzten Teilnehmerkreis abgehalten wurde, waren auch acht Vertreter des Wasserstoffbündnis Bayern anwesend, die sich jeweils mit einem Wasserstoff-Exponat präsentieren.

Das Positionspapier des Wasserstoffbündnis Bayern zu einer bayerischen Wasserstoffwirtschaft finden Sie unter:  www.h2.bayern/wasserstoffstrategie/positionspapier/

HYDROGEN DIALOGUE am 18. November

Bei der Pressekonferenz wurde zudem ein kurzer Ausblick auf den HYDROGEN DIALOGUE gegeben, einer neuen Wasserstoffveranstaltung, die erstmalig am 18. November 2020 mit dem Motto „Zukunft Wasserstoff. Perspektiven der Wasserstoffwirtschaft“ am Messezentrum Nürnberg von der NürnbergMesse in Kooperation mit dem H2.B ausgerichtet wird. Die Schirmherrschaft übernimmt das Bayerische Wirtschaftsministerium. Der HYDROGEN DIALOGUE wird dieses Jahr einmalig zusammen mit dem Wissenschaftskongress #NUEdialog veranstaltet. Der NUEdialog ist eine regelmäßige Veranstaltung des Fachbereichs Wirtschaft- und Sozialwissenschaften der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und hat in Kooperation mit dem H2.B und der IHK Mittelfranken 2020 das Schwerpunktthema Wasserstoff.

Über das Zentrum Wasserstoff.Bayern und das Wasserstoffbündnis Bayern

Um die Technologieführerschaft der bayerischen Wirtschaft in dem wichtigen Zukunftsfeld der Wasserstoffwirtschaft zu festigen und auszubauen gründet der Freistaat im September 2019 das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B). Damit verfolgt der Freistaat das Ziel, zentrale Akteure in Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zusammenzubringen, um das Thema „Wasserstoffwirtschaft“ und insbesondere Wasserstoff in der Mobilität in Bayern schnellstmöglich voranzubringen und den Einsatz von Wasserstoff in der breiten Praxisanwendung zu erreichen.

Im Rahmen der Gründungsveranstaltung des H2.B schloss die Bayerische Staatsregierung zugleich das Wasserstoffbündnis Bayern mit zentralen Akteuren einer zukünftigen Wasserstoffwirtschaft. Die damals 38 Bündnispartner aus Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Kommunen erklärten, dass sie zur Stärkung und zum Ausbau der Technologiekompetenz Bayerns im Bereich innovativer Wasserstofftechnologien beitragen werden und die Aktivitäten des Zentrum Wasserstoff.Bayern unterstützen. Die Erarbeitung des Positionspapiers erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Partnern des Wasserstoffbündnisses. Aufbauend auf das Positionspapier wird das H2.B nun gemeinsam mit den Partnern im Wasserstoffbündnis Bayern eine Wasserstoff-Roadmap für Bayern erarbeiten.

An der Erarbeitung des Positionspapiers beteiligte Partner im Wasserstoffbündnis Bayern:

  • AUDI AG
  • BAUER COMP Holding GmbH
  • BAYERNOIL Raffineriegesellschaft mbH
  • Bayerischer Städtetag
  • BayernLB
  • bayme – Bayerischer Unternehmensverband Metall und Elektro e. V.
  • Bayerischer Industrie- und Handelskammertag BIHK
  • BayWa AG
  • BayWa r.e. renewable energy GmbH
  • BMW AG
  • erdgas schwaben GmbH
  • Erlanger Stadtwerke ESTW
  • Framatome GmbH
  • Fraunhofer Gesellschaft
  • Gunvor Raffinerie Ingolstadt GmbH
  • Grob Aircraft SE
  • H2 Mobility
  • H-TEC SYSTEMS GmbH
  • HI ERN – Helmholtz-Institut Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien
  • Hydrogenious LOHC Technologies GmbH
  • HYNERGY GmbH
  • Kraftanlagen München GmbH
  • LBST – Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH
  • Linde plc
  • MAN Energy Solutions SE
  • MAN Truck & Bus SE
  • NürnbergMesse GmbH
  • Proton Motor Fuel Cell GmbH
  • Robert Bosch GmbH
  • Schaeffler AG
  • Siemens AG
  • TenneT TSO GmbH
  • vbm – Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie e. V.
  • vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V.
  • VKU – Verband Kommunaler Unternehmen e.V.
  • Vitesco Technologies

Fotos: H2.B / Giulia Iannicelli

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