Fortschrittsbericht zum Wasserstoffhochlauf in Bayern an Staatsminister Hubert Aiwanger übergeben
24. Juni 2026
MÜNCHEN – Im Rahmen der Vollversammlung des Wasserstoffbündnis Bayern hat das Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) den Fortschrittsbericht zum Wasserstoffhochlauf in Bayern an den Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, Hubert Aiwanger, übergeben.
Der Fortschrittsbericht zum Wasserstoffhochlauf in Bayern greift die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen sowie den Stand laufender Initiativen und Projekte in Bayern auf und zeigt Maßnahmen auf, um die Ziele der 2024 durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie veröffentlichten Wasserstoffstrategie 2.0 zu erreichen. Er wurde durch das H2.B in einem mehrstufigen Stakeholderprozess gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden erarbeitet.
Der Bericht liefert eine Bestandsaufnahme der Fortschritte von Wasserstoffinitiativen und -projekten in Bayern, die zeigen: Der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Bayern ist in Gange. Bayern verfügt über gute Voraussetzungen, um im Wasserstoffbereich eine führende Rolle einzunehmen. Hierzu zählen insbesondere die starke industrielle Basis, eine leistungsfähige und innovationsstarke Forschungs- und Entwicklungslandschaft, zahlreiche engagierte regionale Initiativen sowie mit dem H2.B und dem Wasserstoffbündnis Bayern eine national und international etablierte Plattform für das bayerische Wasserstoffökosystem.
Gleichzeitig wird deutlich, dass sich der Wasserstoffhochlauf seit 2022 in einem komplexen und dynamischen Markt- und Regulierungsumfeld langsamer entwickelt als ursprünglich angenommen. Maßgebliche Ursachen sind insbesondere hohe Kosten, Unsicherheiten bei den wirtschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, hohe regulatorische Hürden, verzögerte Infrastrukturentwicklungen und – daraus resultierend – eine bislang begrenzte Nachfrage.
Dr. Fabian Pfaffenberger, Geschäftsführer des H2.B: „Bayern hat sich auf den Weg gemacht: Zahlreiche Projekte zeigen bereits heute, wie engagiert Kommunen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Initiativen an Erzeugung, Infrastruktur und Anwendung von Wasserstoff arbeiten. Damit daraus ein tragfähiger Hochlauf entsteht, braucht es nun verlässliche Rahmenbedingungen, leistungsfähige Infrastruktur, wirtschaftliche Impulse und eine stärkere Vernetzung von Erzeugung, Speicherung, Transport und Nachfrage.“
Bayerns Wirtschafts- und Energieminister Hubert Aiwanger dankte dem H2.B für die wertvolle Arbeit beim Aufbau und Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Er betonte: „Wasserstoff ist ein Schlüssel für die Zukunft unseres Industriestandorts. Wir brauchen ihn an vielen Stellen und er hilft, unsere fossile Energieabhängigkeit von wenigen Weltregionen zu reduzieren. Denn schließlich kann Wasserstoff aus vielen Regionen bezogen und auch selbst in Deutschland und Europa produziert werden. Bayern hat früh die richtigen Weichen gestellt und sich als Wasserstoffland positioniert.“
Die Übergabe des Fortschrittsberichts unterstreicht die Bedeutung eines kontinuierlichen Austauschs zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, um die Rahmenbedingungen für den Wasserstoffhochlauf in Bayern weiter zu verbessern und die Transformation hin zu einer klimaneutralen Energieversorgung erfolgreich zu gestalten.
Der Fortschrittsbericht ist über folgenden Link abrufbar: www.h2.bayern/dl-fortschrittsbericht
Bildquelle: Giulia Iannicelli / H2.B
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